SiLK - SicherheitsLeitfaden Kulturgut

2. Brand

 

Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes sind darauf ausgerichtet, die Wahrscheinlichkeit der Brandentstehung zu reduzieren und die Folgen eines Brandes zu minimieren. Schwerpunktmäßig sind die brandschutztechnischen Anforderungen dabei auf den Personenschutz für Bewohner bzw. Anwohner, Beschäftigte, Besucher und die Feuerwehr bezogen.
Zugleich dienen ergriffene Maßnahmen indirekt auch dem Sachwertschutz. Diese Seite ist insbesondere für unter Denkmalschutz stehende historische Gebäude mit wertvollem Kunst- und Kulturgut von erheblicher Bedeutung, da Schadenfeuer diese Werte – einschließlich der historischen Bausubstanz – unwiederbringlich vernichten können.
Die brandschutztechnische Beurteilung und Ertüchtigung von Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, bereitet insofern Schwierigkeiten, da Bauweise und Kubatur häufig eine buchstabengetreue Erfüllung heute gültiger, für „moderne“ Bauwerke konzipierter Anforderungen nicht ermöglichen.
Durch differenzierte, aufeinander abgestimmte Einzelmaßnahmen müssen bestehende Risiken so minimiert werden, dass ein angemessener Brandschutz erreicht und das historische Gebäude nicht mehr als notwendig beeinträchtigt wird.
Die Vorgaben der Landesbauordnung bilden für historische Objekte Maßstab und Orientierung – für neu zu errichtende Gebäude sind sie als verbindlich zu betrachten. Soweit möglich und erforderlich sind bei Abweichungen und Sonderlösungen geeignete Kompensationsmaßnahmen vorzusehen. Die Einbeziehung eines Brandschutz-Sachverständigen ist hierzu in der Regel unerlässlich.

 

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