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Halle, den 1.Dezember 2012

Ende der Nießbrauchsfrist 2014 – Tagungsband zum Thema Restitution erschienen

Am 18. und 19. April 2012 veranstaltete die Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) in Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung der Länder (KSL) eine Tagung zum Thema „Museumsgut und Eigentumsfragen – die Nachkriegszeit und ihre heutige Relevanz in der Rechtspraxis der Museen in den Neuen Bundesländern“ im Schloss Güstrow. Die Veranstalter hatten sich zum Ziel gesetzt, das sehr komplexe Thema der Restitution im Rahmen einer Tagung umfassend zu betrachten, um auf dieser Basis ein Kompendium zu erstellen, das den Gremien der einzelnen Länder bei der Lösung der noch offenen Fälle als Handlungsleitfaden dienen kann. Denn Museen, Archive und Sammlungen in den neuen Bundesländern stehen in Bezug auf die lückenlose Herkunft und den Besitzanspruch einiger Kulturgüter vor einer besonderen Herausforderung. Die Auswirkungen der Zeit der sowjetischen Besatzungszone von 1945 bis 1949 und mittelbar der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) von 1949 bis 1990 beschäftigen bis heute zahlreiche Institutionen. Folgerichtig fokussierte die Tagung ihren Blick auf Themen wie Nießbrauch, Bodenreform,Schlossbergung, Fürstenabfindung, Fremdbesitz und berührte auch die Erwerbungen in der Zeit der DDR, die sich aus heutiger Rechtssicht als potenziell oder faktisch unrechtsbehaftet darstellen (DDR-Unrecht). Der Ablauf der Nießbrauchsfrist im Jahr 2014 erhielt besondere Beachtung, weil hiervon, wie seit langem abzusehen, Institutionen und Ministerien in den neuen Bundesländern in mitunter großem Umfang betroffen sein werden bzw. sind. Die rechtlich relevante Frage der Herkunft musealer Objekte auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone bzw. der DDR wurde komplex betrachtet, denn sie ist durch die Rechtsprechung und Museumspraxis seit dem Mauerfall für die betroffenen Museen in den neuen Bundesländern von besonderer Relevanz.

Mit der Tagung „Museumsgut und Eigentumsfragen. Die Nachkriegszeit und ihre heutige Relevanz in der Rechtspraxis der Museen in den neuen Bundesländern“ wurde von der Konferenz nationaler Kultureinrichtungen ein sparten- und bundesländerübergreifender Erfahrungsaustausch angeregt. Die Ergebnisse der interessanten, arbeitsintensiven Veranstaltung liegen nun in einem informativen Band vor.

Eine PDF des Tagungsbandes finden Sie > hier.


Gedruckte Exemplare können – so lange der Vorrat reicht und gegen Übernahme der Portokosten – bei der Projektkoordinatorin Katrin Dziekan (Kontakt siehe unten) bestellt werden.

Kontakt und Information unter Projektkoordination
Katrin Dziekan
e-mail: dziekan@konferenz-kultur.de
Telefon: Dienstag 9-12 Uhr (und nach Vereinbarung) 03943 - 55 74 35
Fax: 03943 - 55 74 36
Postanschrift
Konferenz nationaler Kultureinrichtungen (KNK)
c/o Franckesche Stiftungen zu Halle
Franckeplatz 1, Haus 37
06110 Halle

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