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Dresden, 14. Januar 2008

KNK-Ausstellungsprojekt »Von Luther zum Bauhaus« nach drei Jahren beendet: rund 800 Objekte aus rund zwanzig deutschen Museen und Kultureinrichtungen reisten nach Bonn, Budapest und Warschau


Dresden, 14. Januar 2008

KNK-Ausstellungsprojekt »Von Luther zum Bauhaus« nach drei Jahren beendet: rund 800 Objekte aus rund zwanzig deutschen Museen und Kultureinrichtungen reisten nach Bonn, Budapest und Warschau. Die Ausstellung »Von Luther zum Bauhaus. Kunst und Kulturschätze aus deutschen Museen« ist am Wochenende in Warschau zu Ende gegangen.


Die Ausstellung war ein Gemeinschaftsprojekt von mehr als zwanzig deutschen Museen und Kultureinrichtungen, die sich zur Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) zusammengeschlossen haben. Mit der Finissage am Wochenende fand ein mehrjähriges Ausstellungsprojekt unter der Federführung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden seinen Abschluss: »Von Luther zum Bauhaus« war bereits 2005 in Bonn (Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) und 2006 in Budapest (Ungarische Nationalgalerie) zu sehen. Ziel der Ausstellung war es, den über Jahrhunderte gewachsenen Reichtum einer Kulturlandschaft zu vermitteln, die sich von Mecklenburg-Vorpommern im Norden bis nach Thüringen im Süden erstreckt. Rund 800 verschiedene Objekte reisten zu den drei Stationen: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, literarische und musikalische Werke, Pretiosen, Kuriositäten und wissenschaftliche Instrumente waren als Streifzug durch 500 Jahre europäische Kunst- und Kulturgeschichte inszeniert.


Prof. Dr. Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, sagte als Fazit der Ausstellungen: »Was zunächst als Botschafter der ostdeutschen Kultur konzipiert war, ist immer mehr zum europäischen Thema herangereift: Kunst und Kultur sind wie kaum anderes geeignet, die Beziehungen und Wechselwirkungen innerhalb Europas aufzuzeigen und zu ermöglichen.«

Rund 150.000 Besucher hatten während der vergangenen drei Jahre die erfolgreiche Ausstellung gesehen. Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, die zur Finissage nach Warschau gekommen war bezeichnete in ihrer Ansprache die Ausstellung als ein Beispiel für die hervorragende Zusammenarbeit von Deutschland und Polen, die das Versprechen weiterer gemeinsamer Projekte – wie z.B. die 3. Sächsische Landesausstellung 2011 zur Via Regia – beinhalte. »Die Ausstellung war und ist ohne Zweifel ein Beleg für die spannende und wechselvolle Sammlungsgeschichte, auf die die Museen in den neuen Ländern zurückblicken.
Die Schau, die auf der einen Seite deutsche Beiträge zur europäischen Kulturentwicklung präsentiert, weitet auf der anderen Seite zugleich den Blick dafür, wie Kunst und Kultur schon immer Länder und Nachbarregionen miteinander verbunden haben«, so die Kunstministerin. »Von Luther zum Bauhaus. Kunst und Kulturschätze aus deutschen Museen« in Warschau wurde durch die Kulturstiftung des Bundes gefördert, durch das Auswärtige Amt, das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen sowie durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.


Die Gründung der »Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen« (KNK) am 1. März 2002 in den Franckeschen Stiftungen zu Halle geht zurück auf das so genannte Blaubuch, eine Erhebung auf Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der verschiedene Projekte der KNK unterstützt. Ein wesentliches Ziel ist es, gemeinsam für den Erhalt des kulturellen Erbes einzutreten und die Bedeutung der historischen Orte und Sammlungen der KNK nachhaltig im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Beteiligt an der Ausstellung sind darüber hinaus die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit den Staatlichen Museen und der Staatsbibliothek zu Berlin.


Weitere Informationen:


Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK)
c/o Staatliche Kunstsammlungen Dresden (SKD)
Residenzschloss der Kunst und Wissenschaft
Taschenberg 2
01067 Dresden
Tel. +49 (0)351 4914 – 7897, -7352
Fax +49 (0) 351 4914 - 7800
www.konferenz-kultur.de

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