12. Februar 2017 - 18. Juni 2017

Nolde und die Brücke

Leipzig Museum der bildenden Künste Leipzig

Emil Nolde gehört zu den herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Die Künstlergruppe "Brücke", die 1905 in Dresden von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff gegründet wird, zählt zu den wichtigsten Vertretern des Expressionismus. Diese Künstler im Alter von Anfang zwanzig sind von den "Farbenstürmen" des bald eine Generation älteren Nolde begeistert und bieten ihm im Februar 1906 die Mitgliedschaft an. Es kommt zum künstlerischen Austausch. Die Malerei der "Brücke" wird durch Nolde inspiriert, und dieser wiederum lässt sich anregen vom Holzschnitt, einer Domäne der "Brücke"-Künstler. Ihre fast zwei Jahre anhaltende Zusammenarbeit leitet den Beginn der modernen Kunst in Deutschland ein. Doch Nolde, der "die Flügel ja so gern frei haben will", trennt sich von den "Brücke"-Künstlern bereits im November 1907. Das künstlerische Echo der gemeinsamen Zeit hält allerdings für alle beteiligten Künstler noch Jahre an. Erstmals zeigen das Museum der bildenden Künste Leipzig und die Kunsthalle zu Kiel in einer gemeinsam konzipierten Ausstellung dieses aufregende Kapitel deutscher Kunstgeschichte.

Abb. Emil Nolde, Maler Schmidt-Rottluff, 1906, Nolde Stiftung Seebüll © Nolde Stiftung Seebüll

 

 

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