01. Dezember 2016 - 12. Februar 2017

Schmuck und Skulptur - Glasperlen und Plastiken aus Afrika

Herrnhut Völkerkundemuseum Herrnhut-Staatliche Kunstsammlungen Dresden

In den frühen Sammlungen des Völkerkundemuseums Herrnhut befinden sich zahlreiche Objekte südafrikanischer Provenienz, bei denen europäische Glasperlen verwendet wurden. Dieses Material erfreute sich bei vielen Völkern Afrikas großer Beliebtheit. Natürliche Materialien, wie Samenkerne, Schneckengehäuse, Straußenei-Schalen u.a. mehr dienten ursprünglich für die Herstellung von Schmuck. Naturfarben ermöglichten Abwechslung und Ornamentierung. Allerdings war die Herstellung aufwendig und die Haltbarkeit und Brillanz der Farben begrenzt. Mit den seit dem 15. Jahrhundert von Europäern als Tauschobjekte eingeführten Glasperlen avancierten diese zum wichtigsten Ausgangsmaterial für die Schmuckherstellung.
Bei manchen Völkern sind in den farbigen und oft mit Mustern verzierten Schmuckstücken symbolische Botschaften enthalten. Solche Perlenarbeiten werden von den Zulu Südafrikas inkwadi - Perlenbrief - genannt und mitunter auch als „love letters“ - Liebesbriefe - bezeichnet, da ihre individuellen Nachrichten häufig von jungen Frauen für ihre Ausgewählten im Schmuck verarbeitet wurden.

 

 

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