01. Dezember 2016 - 15. Januar 2017

Taryn Simon. A Soldier is Taught to Bayonet the Enemy and not Some Undefined Abstraction

Dresden Albertinum-Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die US-amerikanische Künstlerin Taryn Simon (*1975) arbeitet multimedial mit Fotografie, Text, Skulptur, Film und Performance. Ihre auf ausgiebigen Recherchen basierenden Fotoserien richten den Blick auf das Geheime, Verborgene und Unbekannte in unserer Welt ‒ auf Menschen, Orte, Dinge und Ereignisse, von denen es für gewöhnlich keine oder kaum Bilder gibt. So fotografierte sie u.a. nicht öffentliche Orte in den USA wie die Kunstsammlung der CIA, die Zentrale von Scientology, Atommüll-Lager, Todestrakte in Gefängnissen oder sichergestellte Schmugglerware auf dem New Yorker Flughafen.
In ihrer künstlerischen Praxis analysiert Simon, wie mit Hilfe von Bildern Wissen und Bedeutung generiert werden können. Bilder sind für sie Funktionselemente und Indikatoren unserer politischen, wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und kulturellen Systeme – Kommunikation mit Bildern ist Ausdruck von Machtverhältnissen. Gleichzeitig ist in Simons Arbeiten stets die Frage virulent, welche Informationen Bilder jenseits der „offiziellen“ Lesart enthalten.
Die Ausstellung im Albertinum wird in Kooperation mit der Galerie Rudolfinum in Prag realisiert und versammelt mehrere Werkserien von Taryn Simon aus den Jahren 2007 bis 2015.

 

 

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